
Das Projekt geht auf die besondere Problematik von Kindern in suchtbelasteten Familien ein.
In der Arbeit von Sucht- und Drogenberatungsstellen wird immer wieder die besondere Problematik von Kindern in suchtbelasteten Familien deutlich. Bei einem erheblichen Anteil des Klientels zeigt sich, dass Sucht bereits in der eigenen Ursprungsfamilie als nicht angesprochenes bzw. bearbeitetes Problem vorhanden war.
Je nach Untersuchung wird in der Wissenschaft beschrieben, dass 30 - 60 % der Kinder aus suchtbelasteten Familien selbst später eine eigene Suchtproblematik entwickeln, bzw. in einer sogenannten Co-Abhängigkeit Beziehungen zu einem Suchtbelasteten aufnehmen und so das Verhaltensmuster „Abhängigkeit“ in die nächste Generation weitertragen..
Suchtspezifische Mechanismen der Kommunikation und Beziehungsgestaltung verhindern dabei in einem hohen Ausmaß die Inanspruchnahme notwendiger Hilfen und Unterstützungsmaßnahmen, um den „Kreislauf der Sucht“ zu durchbrechen. Gerade für Kinder gilt, auch aufgrund der teilweise von den Eltern unbewusst aufgestellten Normen, ein „Gebot des Schweigens“.
Die Arbeit ist, unter der Voraussetzung einer Bereitschaft zur Neuorientierung aller Beteiligten, am Ziel des Familienerhalts orientiert.
Im Kern beinhaltet das Projekt drei aufeinanderabgestimmte spezifische Elemente, realisiert von sozialpädagogischen und psychologischen Fachkräften:
Gruppenangebot
Elternarbeit
Familienfreizeiten
Umgesetzt wird das Projekt modellhaft über die Suchtberatungsstellen der ATS in Quickborn, Tornesch und Norderstedt.
Kontakt:
Suchtberatungsstelle Quickborn
Suchtberatungsstelle Norderstedt
